Bochum, ich komm‘ aus Dir


Mendoza, Argentinien // 23. – 25. März 2011

Nach einem kurzen Buswechsel in Chiles Hauptstadt Santiago überqueren wir die Anden. Einzig der „gewagte“ (untertrieben!) Fahrstil unseres Turbus-Chauffeurs lenkt uns ab und zu von der rauen Bergkulisse ab. Die Grenzkontrolle erweist sich diesmal als harmlos aber umso langwieriger. Hatten wir bisher ein äußerst glückliches Händchen, erweist sich unser Hostel in Argentiniens Weinhauptstadt als erster Griff ins Klo. Die Unterkünfte unserer Wahl sind für uns Spontanreisende aufgrund eines langen Wochenendes längst ausgebucht. Das Personal des Zona Sismica präsentiert sich uninteressiert und chattet lieber bei Facebook.  Unser schergeliges Zimmer teilen wir uns mit der Putzfrau. Dass jedes Bett über einen eigenen Fernseher verfügt, ist bei fehlendem Kopfhöreranschluss kompletter Schwachsinn. Wir fliehen in die Stadt…

Nach dem minimalen Frühstück planen wir eigentlich eine Fahrradtour, doch ein Skype-Gespräch befreit uns aus unserem Gefängnis. Veras ehemalige Studienkollegin Henni leitet das in Mendoza ansässige Goethe-Zentrum und lädt uns zu sich ein. Wir scheißen auf die bereits bezahlte weitere Hostelnacht und springen in ein Taxi. Dies fährt uns zu einem Barrio Privado bei Chacras. Freudig erregt springen uns die zwei riesigen schwarzen Labradore Serena & Panther an, bevor uns Henni, ihr Mann Victor sowie Juani (4) und Santi (2) in ihrem superschönen Haus inklusive riesigem Garten samt Pool begrüßen können. Ohne große Umschweife geben uns die Kleinen eine geführte Tour und wir werden mit köstlichem Lunch versorgt. Während die Family Siesta macht, fühlen wir uns wie Zuhause, spielen mit den energiegeladenen Hunden und machen es uns im Garten gemütlich. Abends wird gemeinsam mit den Kleinen Micky Maus auf Spanisch geschaut.

Nachdem der am Vortag kontaktierte Fahrradverleih dem südamerikanischen Motto „Mañana, mañana“ alle Ehre macht, leihen unsere Gastgeber kurzerhand die Mountainbikes der Familie und wir fahren die nächsten vier Stunden durchs nahegelegene Weinanbaugebiet. Im Anschluss besuchen wir mit der kompletten Mannschaft eine weitere Bochumerin im Exil. Meike wohnt mit Mann, Kindern und einem Zoo mitten in Maipú, dem anderen großen Anbaugebiet Mendozas. Bei Cesar, dem benachbarten Winzer, leihen wir uns Pferde aus und reiten bei Sonnenuntergang durch die Weinfelder. Vom Zossen geht’s direkt ins Taxi, damit wir unseren Nachtbus nach Córdoba rechtzeitig erreichen. Muchas Gracias an die Bochumer im Exil für die tolle Zeit!!!!

Like this on Facebook


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ein Gedanke zu “Bochum, ich komm‘ aus Dir

  • Till Engelbrecht

    Seid mir gegrüßt Vera und Henning,

    verfolge euren Reiseblog sehr aufmerksam und muss sagen, man bekommt schon echtes Fernweh wenn man eure Zeilen so liest.

    Die Bilder die Ihr macht sind der reine wahnsinn und man könnte denken Ihr seid am ende der Welt. Gut, das seid ihr ja auch gerade 🙂

    Ich wünsche euch noch alles gute und viele erlebnisse.

    Freue mich auf weitere und unterhaltsame Berichte von euch.

    Lieben Gruß aus der entfernten Heimat.

    der Till