Unser Start an Costa Ricas Karibikküste
– Faultiere, Gallo Pinto & Regen, Regen, Regen in Puerto Viejo

Faultiere Karibik Puerto Viejo

Unsere Elternzeit sollte in Costa Rica gechillt am Karibikstrand von Puerto Viejo beginnen. Doch Dauerregen macht uns einen Strich durch die Rechnung. Aber ist man als Eltern ja gewohnt: Heute Pläne, morgen Konfetti. Und trotzdem das Beste draus machen. Mit Gallo Pinto, Faultieren und einem blendend aufgelegten Kind.

Nach der langen und anstrengenden 24h-Anreise bleiben wir erstmal eine Nacht in Alajuela. Das ist näher am Flughafen als San Jose. Costa Ricas Hauptstadt ist eh nicht als Must-Do verschrien und wir haben unseren Mietwagen erst für den nächsten Tag gebucht. Unsere Wahl fällt auf das Hotel Paradise. Einfach, aber mit Garten, in dem Matilda gleich mit Katze Kati und Kind Tamara spielt. Kaum eine Stunde im Land, bekommen wir die Nationalspeise Gallo Pinto (Reis und Bohnen) serviert. Lecker. Danach fallen wir ins einstündige Koma, bis Matilda uns wieder weckt. Alajuela selbst haut uns nicht um, aber für zwei Spaziergänge reicht es. Matilda wippt mit den Locals bei Livemusik und Tanz auf dem Hauptplatz.

Costa Rica – Faire Taxipreise per Uber, Babysachen bei WalMart

Etwas ausgeschlafener (das Kind hat die Nacht um 4 Uhr für beendet erklärt) geht es am nächsten Morgen per Uber (in den Städten von Costa Rica durchaus verbreitet und eine gute Variante, um Taxi Rip-Off zu vermeiden) zur Autovermietung und mit unserem Toyota anschließend zum Walmart, der direkt am Flughafen gelegen ist. Wir decken uns in der riesigen Babyabteilung (normale, Nacht- und Schwimm-Windeln und jedweder anderer Babybedarf inklusive Kinderwagen vorhanden, man muss also für Costa Rica nicht panisch einen Koffer mit Pampers und Co extra packen) ein und machen uns auf den Weg nach Puerto Viejo de Talamanca an der Karibikküste. Wir fahren die kurvige, malerisch grüne Strecke durch den Regenwald, vorbei an endlosen Bananen-Plantagen, deren Ernte mit riesigen Lastwagen und Chiquita-Containern direkt zum Hafen von Puerto Limón und dann nach Europa verschifft werden. Bei Ankunft Puerto Viejo de Talamanca dann Ernüchterung.

Es regnet. Und regnet. Und regnet. Laut Wetterbericht die nächsten Tage. Spitze. Verkürzen kommt aufgrund der bereits gebuchten Nächte nicht in Frage. Machen wir das Beste draus.

Puerto Viejo ist ein typischer Backpacker-Ort. Hostels, Bars, Cafés. Es läuft Reggae und riecht nach Räucherstäbchen und anderen Kräutern. Am Straßenrand werden selbstgemachte Armbänder und Hippiepants verkauft. Wir landen im Hotel Aban etwas außerhalb des Geschehens. Vier Zimmer mit Terrasse und Pool, der noch nicht fertig gebaut ist.

Costa Rica Pflichtprogramm: Faultiere & Soda-Food

Eigentlich sollte unsere Zeit in Puerto Viejo so aussehen: Strand, Meer, Gallo Pinto, Strand, Bier. In der Realität: Regen, Regen, Regen hört auf, wir machen uns fertig, wenn wir fertig sind – Regen… also relaxen wir, spielen, kurieren den Jetlag aus.
Meistens essen wir im Soda Caribe, Reis und Bohnen. Einen Abend gönnen wir uns mega leckeres Curry im Stashu Fusion Restaurant. Ist das Hot Rocks abends mit Livemusik und günstigen Preisen Anlaufstelle für die Partycrowd mit Durst, ist es tagsüber dank reichlich Platz zum Krabbeln, Schaukeln und Spielecke auch familientauglich.

Sloth Sanctuary Puerto Viejo

Eine regenfreie Pause nutzen wir zum Besuch des Sloth Sanctuarys bei Cahuita (Eintritt 30 Dollar, Babys frei). Auf dem Parkplatz entdecken wir direkt ein Faultier – juhu. Matilda würde beim Rundgang am liebsten zu den süßen Slothies ins Gehege und winkt ihnen aufgeregt. Das Sloth Sanctuary ist permanente Heimat für Faultiere, die ihren Lebensabend unter menschlicher Obhut verbringen, da sie es in der Natur nicht alleine schaffen würden, aber hauptsächlich Aufpäppelungsstation für Sloths, die bald wieder ausgewildert werden. Aufgrund des schlechten Wetters fällt die Bootsfahrt, die eigentlich mit zur Buttercup-Tour gehört, wortwörtlich ins Wasser. Wir bekommen Geld zurück und die Kurze ein flauschiges Faultier-Kuscheltier.

 

Playa Cocles Puerto ViejoDie Umgebung Puerto Viejos hat viele tolle Strände: Playa Cocles, Punta Uva, Manzanillo. Im Cahuita Nationalpark (Eintritt gegen Spende) kann man am Strand in Richtung Puerto Vargas laufen – bei gutem Wetter.

Neue Freunde findet Matilda in Cahuita. Beim Mittagessen in einem Soda sitzen wir plötzlich bei der Besitzerfamilie mit in Küche/Wohnraum, damit die Kurze mit dem gleichaltrigen Aaron spielen kann. Toll! Die Kurze fühlt sich total wohl und hat keinerlei Berührungsängste. Und wir können unser Spanisch auffrischen.

Jaguar Rescue Center Puerto ViejoDamit wir bei dem Sauwetter keinen Lagerkoller bekommen, geht‘s im Regenoutfit zum Jaguar Rescue Center (20 Dollar). Dort haben viele Tiere (Vögel, Affen, Kaiman, Krokodil, Nasenbären, Faultiere, Schlangen, Rehe) ein Zuhause auf Zeit gefunden. Die Tour macht Spaß, aber ist sehr voll. Zeitgleich gibt es noch vier andere Gruppen auf dem kleinen Gelände, etwas zu viel, finden wir. Matilda freut sich aber über alle Tiere, die sich bewegen – vor allem die Affen geben Gas. Zum Ende der Tour kommt nicht nur der Regen zurück, auch die Laune wird schlechter. Trotzdem gut, dass wir es gemacht haben.

Die ersten Tage in Costa Rica sind etwas anders verlaufen, als geplant. Schlechte Laune? Fehlanzeige! Matilda macht sich bisher super, ist total kontaktfreudig und die Ticos sehr kinderfreundlich.

Matildas meinung zu Puerto Viejo:

Der Regen war doof. Ich wollte immer auf die Terrasse, aber durfte nicht, weil Mama meinte, dass ich ausrutsche. Ein paar neue Freunde habe ich in Puerto Viejo auch schon gefunden, zum Beispiel Aaron, der hatte cooles Spielzeug. Am besten waren aber die vielen Tiere. Die Faultiere waren so niedlich und gar nicht so faul, sondern sind viel geklettert. Ich wollte am liebsten mit den Affen spielen, die sind nämlich genauso aktiv wie ich. Ich hoffe, ich darf bald endlich mal ins Meer…

Wie unser Trip weitergeht? Hier findest Du alle Stories zu unseren 3 Monaten Elternzeit auf Reise…