Tasmanien – Unser Geheimtipp für Australien

Tasmanien

Tasmanien wird von Australien-Touristen oft zu Unrecht links liegen lassen. Tasmanien ist wild! Tasmanien ist abwechslungsreich! Tasmanien hat spektakuläre kostenlose Campingplätze. Und Tasmanien hat den Tasmanischen Teufel! We love Tassie!

Devil In A Midnight Taz

Tasmanien, Australien
3. – 14. September 2011

Panorama_Wineglass Bay Tasmanien

Am Mini-Flughafen von Hobart wartet Camper Nummer Zwei auf uns;­ wir gehen wieder mal nach dem Nummernschild und taufen den im Vergleich zu Cuy etwas betagteren Van von Bargain Rentals auf den Namen Billie Jean. Nach einem Großeinkauf im Woolie machen wir uns durch das Huon Valley direkt auf in den Süden der PlatypusInsel. In der Recherche Bay entdecken wir kostenlose Campingplätze direkt am Wasser und schlagen unser Nachtlager auf. Der nächste Tag beginnt für uns mit dem Ende einer langen Suche. Im ländlichen Geeveston sehen wir endlich unser erstes Platypus in freier Natur. Nach den Schnabeltieren hatten wir bei unserem letzten Australien-Besuch vor zwei Jahren schon mehrfach ohne Erfolg Ausschau gehalten. In Ketteling nehmen wir die 15-Minuten-Fähre nach Bruny Island. Auf der zweigeteilten, landschaftlich eindrucksvollen Insel erklimmen wir als erstes den Aussichtspunkt von „The Neck“, der die beiden Inselteile verbindet. Wir fahren die unterschiedlichen Buchten ab und entscheiden uns für Cloudy Bay als Nachtlager. Am nächsten Morgen wandern wir in Adventure Bay, bevor es wieder zurück aufs Tassie-Festland geht. Kurz nach Mitternacht deutscher Zeit versuchen wir, Hennings Schwester zum Geburtstag zu gratulieren, doch die Musik in der tollsten Hafenkneipe der Welt scheint zu laut zu sein. Unser Ziel heißt Tasman Peninsula. Wir schauen uns die Klippen der Piratenbucht an, übernachten in Lime Bay und fahren nach einer kurzen Stippvisite in Port Arthur nach Fortescue Bay, wo wir auf dem Campingplatz heimlich duschen.

Tasmanian DevilDen Nachmittag verbringen wir im großartigen Tasmanian Devil Conservation Park, in dem wir nicht nur Quolls, Pademelons und Rosellas kennenlernen, sondern auch mit den schlecht gelaunten, teils dümmlichen Teufelchen Bekanntschaft schließen. Leider ist das Ende dieser Gattung bereits vorgezeichnet, da ein Großteil der Tasmanischen Teufel an einem Krebsvirus erkrankt ist, der sich über Bisse überträgt. Was diese territorialen Biesterchen stets tun.

Wallaby + JoeyDer Freycinet Nationalpark an der Ostküste von Tasmanien bietet nicht nur mal wieder kostenlose Campingplätze direkt am Strand, sondern beherbergt auch die wunderschöne Wineglass Bay, die nur per Wanderung zu besuchen ist. Beim Mittagssnack bekommen wir unerwarteten Besuch. Eine Wallaby-Mama mit kleinem Joey im Bauch leistet uns Gesellschaft. Den tollen Tag lassen wir in der Bay of Fires ausklingen. Wieder parken wir Billie Jean direkt am Meer, wieder ist freedom camping ausdrücklich erlaubt. We love Tassie!

Am nächsten Tag spazieren wir erst in der Feuerbucht und machen nachmittags dann eine für uns mal wieder unvergessliche Erfahrung. Im nordöstlich gelegenen Mt. William Nationalpark sehen wir nicht nur ganz viele Kängurus Wombatund Wallabies, sondern auch zum ersten Mal Wombats außerhalb des Zoos. Oft lugt nur das wuschelige Hinterteil der Koala-Verwandten aus den Büschen heraus. Wir übernachten in der Musselroe Bay, dort wohnende Aussies zeigen uns eine Wiese, auf der wir stehen dürfen. Über die Städte Launceston (Heimat unseres neuen OZ-Lieblingsbieres Boag) und Devonport (von dort legen die Fähren nach Melbourne ab) nähern wir uns der Nordküste. Unsere nächtliche Pinguin-Suchaktion bleibt leider erfolglos. Wir statten dem kleinen Städtchen Penguin und dem Rocky Cape NP einen Besuch ab und bewegen uns anschließend weiter landeinwärts.

Im schneebedeckten Cradle Mountain Nationalpark wandern wir bei traumhaftem Winterwetter einmal um den Dove Lake. Für den berühmten Overland Track auf Tasmanien ist es leider noch zu kalt und unbeständig. Durch den wilden Tasmanien CampingWesten geht es für uns weiter bis nach Strahan, wo wir – mal wieder – einen Stellplatz am Strand finden. Über Queenstown und Hamilton beenden wir unseren Tasemanien Loop in Hobart. Nach acht Monaten auf Reise findet Vera endlich Ersatz für ihren zerschließenen Pullover und Thermounterwäsche fürs winterliche Neuseeland. Nach elf tollen Tagen und 2397 gefahrenen Kilometern auf Tasmanien geben wir Billie Jean zurück und fliegen nach Sydney. Wir verbringen den Tag am Flughafen und sitzen abends in der mit Rugby-Fans überquillenden Maschine nach Auckland, dem Startpunkt für unsere Tour durchs Gastgeber-Land der Rugby-WM.

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